Über mich

Ich bin Tom Birken und bin lieber draußen als drinnen. Obwohl das schon immer so war, ist es mir erst am Ende meiner ersten Lebenshälfte so richtig klar geworden. Die zweite möchte ich sorgsamer nach diesem Bedürfnis ausrichten und deutlich mehr im Freien verbringen. Natürlich möglichst da, wo ich mich wohlfühle. In der Umgebung von Pflanzen, (wilden) Tieren, Wasser und unverbauter Erde. Das kann auch im Stadtraum sein. Zum Glück teile ich weite Teile der Begeisterung für die Natur mit meiner Familie. Wir haben einen Garten außerhalb der Stadt und seit kurzem einen Hund, mit dem wir viel spazieren sind. Wir mögen Wandern und Radfahren, Ausflüge in die Berge und Urlaube an einsamen Seen. Aber es gibt ein paar Sachen, deren bloße Erwähnung ihre Mundwinkel herunterziehen. Wenn es dabei nass und kalt und dunkel zu werden droht und es wahrscheinlich etwas anstrengender wird oder ein Verlaufen möglich scheint. Solche Erlebnisse muss ich alleine haben, mit Freunden oder in Gruppen, die sich eigens dafür zusammenfinden, zum Beispiel beim Wildniswandern. Es ist so wichtig auf Gleichgesinnte zu treffen, mit denen man erfahren kann, dass ein Spleen ebenso gut auch ganz normal und selbstverständlich sein kann, der gemeinsame Nenner einer Gemeinschaft auf Zeit: Hauptsache die ganze Zeit draußensein. Outdoor als bubble.
Am Draußensein überrascht mich immer wieder, wie anders die Gedanken fließen als in geschlossenen Räumen. Es ist schade, dass ich fast meine ganze Erwerbsarbeit, die eine Kopfarbeit ist, drinnen erbringen muss, wo das Denken behäbiger und störungsanfälliger ist. Ich glaube, dass das nicht nur an der frischen Luft und am weiten Blick liegt, sondern auch an der Bewegung. Draußen sind wir körperlich beschäftigt, spüren mit allen Sinnen und beschäftigen unser unterfordertes Gehirn. Gehen, wandern, Sammeln, Feuer machen, schnitzen kann alles volle Aufmerksamkeit verlangen oder nur den Rhytmus vorgeben, den Flow erzeugen.
